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Freitag, 15. Februar 2013

Der Boss - Moritz Netenjakob

Die Rezi habe ich für Academicworld.net geschrieben.

Vielen Dank für die Bereitstellung des Exemplares



Nebenwirkung: Lachanfälle

Mit "Der Boss" setzt Moritz Netenjakob den Erfolg von "Macho Man" fort. Das erste Buch Macho Man habe ich nicht gelesen. Daher kann ich zu der Vorgeschichte von Daniel und Aylin wenig sagen, aber das fand ich kaum störend. Man kann das Buch auch lesen ohne den Vorband zu kennen.
Der Schreibstil ist locker flockig. Moritz Netenjakob weiß, wie er den Leser zum Lachen und hat mit Daniel einen sehr sympathischen Charakter erschaffen, der von einer dummen Situation in die nächste stolpert.

Der Autor hat genau den schmalen Grad getroffen, Witz und  Komik nicht zu überladen und in das Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil! Mehrmals konnte ich mir einen lauten Lacher nicht verkneifen. "Der Boss" ist eine wunderbar erfrischende Geschichte mit viel Witz und Charme, in dem sehr liebevolle Menschen die Hauptrolle spielen. Obwohl mir persönlich eine solche Familie etwas zu stressig auf Dauer wäre, aber Mäuschen würde ich da schon gerne mal spielen. Die türkische Kultur wird etwas übertrieben und unrealistisch dargestellt. Die türkische Familie ist warmherzig dargestellt aber dadurch auch so nervig und manchmal einfach unerträglich. Daniels Familie hat einen absolut einen Knall. 

Was mich störte waren der Kölsche Dialekt zwischendurch und die Türkischen Dialoge. Die Dialoge wurden unter dem Text übersetzt oder Daniel fragte nach, was sie gesprochen haben. Das störte bei mir den Lesefluß schon etwas. Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet und bis ins letzte Detail beschrieben, sodass man sie sich wirklich sehr gut vorstellen kann. Allerdings hat die sehr nervige Familie von Aylin und die ständigen türkischen Dialoge zu Punkteabzügen geführt.

Verglichen mit anderen Büchern, bei denen ich mich auch kringelig gelacht habe, kann ich diesem Buch nur 3,5 bis 4 Sterne von 5 vergeben.
Rezension "Der Boss"

Fazit

Ein sehr lustiges Buch mit einer ordentlichen Portion Alltagskomik der bei einer Deutsch Türkischen Verbindung entstehen kann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne lustige Bücher liest und dem es auch nicht peinlich ist beim Lesen auf dem Balkon schon mal komisch von den Nachbarn angeschaut zu werden, weil man sich gerade lautstark kaputt lacht. Allerdings bedient das Buch sämtliche Klischees über türkische Familien.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Er ist wieder da von Timur Vermes


Er ist wieder da von Timor Vermes




Produktinformation
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 12 (28. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3847905171
ISBN-13: 978-3847905172

Preis 19,33 Euro

Kurzbeschreibung laut Amazon:

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.


Meine Meinung:

Hitler ersteht im Sommer 2011 von den Toten auf mit einem Filmriss von 45 bis 2011, aber mit den gleichen Motivationen von damals.
Timur Vermes hat versucht aus diesem Geschehen eine lustige Geschichte zu schreiben, was ihm auch meist gelungen ist.

Fangen wir mal an mit dem Preis, 19,33 Euro.

Das Buch soll eine Satire sein zieht aber eher auch die heutige Gesellschaft durch den Kakao. Ob dies "Fernsehgrößen" sind, aktuelle Politiker oder aktuelle Geschehen in Deutschland. Man begleitet im Hitler vom Aufstieg aus der Gosse zur Landes bekannten Fernsehgröße und hat wieder Erfolg mit seinen neuen eigentlich doch alten Plänen und Propaganda. Timur Vermes bringt ihn, sein Verhalten, sein Denken und seine Sprache sehr authentisch aufs Papier. Der Spagat zwischen Komik und Sympathie aber auch Beklommenheit zieht durch das ganze Buch.
Im Buch wird Media Markt erwähnt, wobei sich Hitler aufregte das bei den knappen Ressourcen das Volkseigentums Papier so verschleudert wird und hirnloser Dreck produziert wird. Auf den ersten Blick lustig, auf den Zweiten Blick hat hier Hitler echt recht. Volksverdummung.
Das Buch ist stellenweise recht lustig macht aber auf den Zweiten Blick nachdenklich. Es ist an einigen Stellen langatmig, das man doch einige Passagen
auch mal quer liest.
Das Buch ist aus der Sicht Hitlers geschrieben. Was einem Anfangs beim Lesen ein paar Probleme bereitet. Man hat ein etwas bedrückendes Gefühl.
Bei einigen Szenen musste ich lachen andere machen nachdenklich, auch hat man das Problem das man sich ja sonst in den die Hauptpersonen hinein versetzt, was mir hier Gott sei dank nicht gelingt.
Ich habe viele Absätze wenn Hitler sich seine Gedanken machte quer gelesen, ich fand es sehr langatmig und immer das gleiche auch konnte ich es stellenweise echt nicht mehr lesen.
Das Buch vermittelt einem das Gefühl das ein Hitler auch heute wieder so eine Größe wie zu den damaligen Zeiten wird, da er sich wie damals bei Reden sehr gut in Szene setzen konnte und seine Anhänger findet. Auch wenn dies Heute eher als Fernsehstar ist.
Das Buch vermittelt einem das Gefühl Mein Freund der Führer. Man schaue sich die Rezis und Sternchen bei Amazon an, 564 Rezis davon bewerten 344 Personen
das Buch mit 5 Sternen. Die Rezis habe ich zum Teil gelesen. Es sind ausführliche auch kritische Meinungen. das Buch spaltet, es macht nachdenklich.
Die Grundidee des Buches fand ich nicht schlecht, das Buch hat seine Längen, auch fand ich die letzten Seiten und das Ende doch sehr ausbaufähig.
Was bleibt einem wenn man das Buch zu Ende gelesen hat? Das beklemmende grausige Gefühl das ein Hitler es heute genauso schaffen könnte, das wir aus damaligen Zeit den Folgen eigentlich nichts dazu gelernt haben. Erschreckend fand ich das ich lachen konnte, über Hitler und ihn stellenweise sympathisch fand.

Fazit: Ich glaube die Frage ob ein Hitler auch in der heutigen Zeit wieder Erfolg hat sich mit dem Buch leider doch beantwortet.
Ich kann dem Buch nur 3 Sterne geben. Das Buch macht nachdenklich. Sternabzug gab es für den Schluss, für die Längen, es war oberflächlich, die Gedanken Hitlers waren mit zu viel des Guten, der Witz des Ganzen nutze sich doch schnell ab.
Es hat mir aber auch Gefallen, stellenweise wollte ich es abbrechen, aber es zog einen in den Bann, es nimmt viele Dinge aufs Korn trifft den Nagel auf den Kopf.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Jesus liebt mich

David Safier  Jesus liebt mich

Kurzbeschreibung:

Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem auch noch ihre Hochzeit platzt, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Kerle zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Date, er sei Jesus. Zuerst denkt Marie, der Zimmermann hat nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch dann entpuppt er sich als der wahre Messias. Er ist wegen des Jüngsten Gerichts wieder auf die Welt zurückgekehrt. Und Marie fragt sich nun nicht nur, ob die Welt nächsten Dienstag untergehen wird, sondern auch, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.
Über den Autor:
David Safier, 1966 geboren, wurde bekannt durch die Drehbücher zu den Hits Berlin, Berlin, Nikola, Mein Leben und Ich und Zwei Engel für Amor. Er wurde ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy, dem amerikanischen Fernseh-Oscar. David Safier lebt und arbeitet in Bremen.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe auch schon Mieses Karma mit begeisterung gelesen.
Der Schreibstil ist wie bei Mieses Karma locker, flockig.
Ich hatte einige sehr schöne und auch fröhliche Lesestunden mit diesem doch recht kurzweiligen Buch.
Über die Geschichte des Buches gehe ich nun nicht näher ein, denn zuviel möchte ich ja nicht verraten.
Die Protagonisten sind mit dem Notwendigsten ausgestatten, besonders ausgeschmückt ist allerdings niemand. Was aber wohl auf die kurzweiligkeit des Buches gesprengt hätte.
Die Sache mit dem jüngsten Gericht und auch den 4 Reitern fand ich zwar etwas übertrieben, aber wer einen realistischen Roman erwartet, hat sich wohl auch den Klappentext nicht durchgelesen.
Das Satan in dem Ort als Georg Clooney die Bewohner bequatscht fand ich doch recht lustig.
Ich hoffe das Herr Safier noch einige Bücher schreibt. Seine 2 bisherigen haben mir sehr gut gefallen.
Jesus liebt mich enthält auch einige Comiczeichnungen, die von Marie ´s Schwester Kata umgesetzt wurden.
Wie schon gesagt das Buch ist doch echt kurzweilig und man ist auch sehr schnell damit durch.
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen

Lesestatistik 2009, 2010


gelesene Bücher 2009 - 126
gelesene Seiten 2009 - 45669
Bücher gekauft, geliehen, geschenkt 2009 - 201 Bücher

gelesene Bücher 2010 - 64 Bücher
gelesene Seiten 2010 - 24468 Seiten
Erworbene Bücher - 92 Bücher

SuB 01.01.09- 70 Bücher
SuB 31.12.09- 134 Bücher
SuB 31.12.10 - 137 Bücher